Monthly Archives: May 2013

Alle wollen uns fotografieren (c) Ohneha
Alle wollen uns fotografieren (c) Ohneha

Der Traum, Tänzerin am Lifeball zu sein

Der Lifeball ist ein wichtiges, weltbekanntes und sehr sinnvolles Event. Umso mehr habe ich mich gefreut, auch dieses Jahr wieder, mitarbeiten zu dürfen!
Wie das so abläuft und was da so im LIP-Bereich los ist, will ich euch natürlich nicht vorenthalten!

Erstmal schön machen!

Der Tag hat um 13:00 mit Make-up, Haaren, Outfit und Bodypainting begonnen. Da die Performance-Crew von RedBull aus vielen Personen besteht muss früh angefangen werden.
Es ist laut, chaotisch, geschäftig – aber vor allem immer sehr lustig!

Blödeln im Backstage Bereich (c) Ohneha

Blödeln im Backstage Bereich (c) Ohneha

Angekommen beim RedBull-Bus setzt dann das absolute VIP-Feeling ein. Von allen Seiten wird man fotografiert, die Leute posieren mit einem und Fragen nach Fotos. Gut fürs Ego und hilft auch ausgezeichnet gegen die Kälte. Pasties wärmen nicht unbedingt sehr gut!
Im Bus auf der Fahrt zum Magenta Carpet ist es dann natürlich wesentlich wärmer – es gibt Heizung, Wodka und natürlich Red Bull!

Posieren mit schrägen Gestalten (c) Ohneha

Posieren mit schrägen Gestalten (c) Ohneha

Backstage mit den LIP (less important people)

Am Magenta Carpet beginnt dann der Einzug – genau nach Formationsplan wird aufgestellt und dann langsam losmarschiert. Von hinten rufen Organisatoren (weeeeeiteeeer gehen! GEHEN!) und vorne tönt es einem „LAAAAANGSAAAM! Posen! HIER! Tuts was!“ entgegen. Wir sind natürlich brav und tun was. Wir lächeln sogar hinter unserem Schleier- merkt zwar keiner, aber egal!
Nach einigen Verirrungen am Ende des Carpets, geht es zurück in den Bus (der auch unser Backstage ist) und die Lage und der Ablaufplan wird besprochen. Danach haben wir frei bis zu unseren Performances. Das wird natürlich genutzt! Wir sehen mehr oder weniger berühmte Leute, Sagen „Hallo“ zum Alfons (Haider) und Uwe (Kröger). Der Alfons reagiert übrigens auch wenn man „Fonsi“ schreit! Wir machen Fotos mit toll kostümierten Ballbesuchern und Promis. Die Promis sind leider meist nicht sehr kreativ was ihr Outfit betrifft.

Wir und Wurst (c) Ohneha

Wir und Wurst (c) Ohneha

Zwischendurch werden Haare und Make-up von unserem fleissigen Visagsten Benjamin repariert und unser Backstage wird akrobatisch beturnt.

Und so wird der Bus zum Spielplatz. Polegirls finden immer einen Weg (c) Ohneha

Und so wird der Bus zum Spielplatz (c) Ohneha

An die Arbeit! oder Wie zerstört man ein Outfit in 90 min?!

Kurz nach 1:00 Uhr beginnt dann die „Arbeitszeit“ im Lichthof und wir begeben uns verhüllt zu unseren Bühnen. Miss Candy performt und das Lifeballkostüm 2013 wird gekührt. Wer gewonnen hat weiß ich leider nicht, da das unser Signal ist um zu starten. Wir schießen Glitter-Kanonen, werfen unsere Umhänge weg und tanzen.

Katrin am Lifeball 13 (c) Photography Cloud

Schaukeln am Lifeball 2013 (c) Photography Cloud

Danach wird im Rad gewechselt – Hoop immer 20 min und Schaukel je 30 min.
Und so habe ich in 90 min dann meine Hörner und Perücke verloren, den BH zerissen, meinen Armreifen gesprengt und die Fusskettchen zerstört!

Hoop am Lifeball 13 (c) Photography Cloud

Hoop am Lifeball 1203 (c) Photography Cloud

Sozusagen Feierabend!

Tanzen ist nun mal äußerst gefährlich – nur das Wichtigste ist mir geblieben:
Die Haremshose und meine Pasties (Gott sei Dank!)
Toll wars – herzlichen Dank an Gregor Huhsovitz (RedBull), Kathi Katze und Antonia Gruber (Cirque Rouge). Nächstes Jahr hoffenlich wieder!

Da es inzwischen 6.00 Uhr ist: Gute „Nacht“!

 

Über die Autorin: Katrin Ohneha ist seit 3 Jahren Poledance Instructor in Wien. Sie unterrichtet Poledance, Chairdance, Floorwork und vieles mehr, in der Pole Academy.

bruises make life more colorful (c) Kovacec
bruises make life more colorful (c) Kovacec

Relax, it’s just a bruise!

Als Poledancer fühlt man sich manchmal halb Schlumpf halb Verbrennungsopfer. Aufgrund der vielen blauen Flecken an Armen, Bauch und Beinen können auch schon mal peinliche Situationen in Arztpraxen und Arbeitsplatz entstehen.

Da der blaue Fleck aber auch ein Zeichen für unsere harte Arbeit an der Stange ist und beweist, dass wir die Übung richtig gemacht haben, werfen wir nach dem Motto: “bruises make life more colorful”, einen Blick auf den Lebenslauf eines sogenanntes subkutanen Hämatoms.

Die 5 Stadien der Koloration

1. Rot: Die kleinen Gefäße an der betreffenden Stelle platzen auf und Blut tritt ins Gewebe aus, die Stelle schwillt an und rötet sich.

2. Blau: Wenn das Blut gerinnt, entsteht der berühmte blaue Fleck, mit dem wir dann angeben gehen können.

3. Bräunlich: Der einstmals rote Blutfarbstoff Hämoglobin wird durch Enzyme abgebaut, und was übrig bleibt, ist ein bräunlicher und recht dunkler Fleck.

4. und 5. Grün bis Gelb: Ein dunkles Grün erreicht der Fleck im weiteren Verlauf des enzymatischen Abbaus und dann wird die Farbe des Hämatoms immer schwächer, bis es schließlich Gelb erreicht und dann langsam verschwindet.

Ein blauer Fleck ist ein Bluterguss unter der Haut und beehrt uns meist bis zu 3 Wochen. Abwechselnd wärmen und kühlen kann die Durchblutung fördern und so das Abklingen des Hämatoms. Da man sonst aber nicht wirklich viel für die schnellere Heilung tun kann, empfehlen wir, die kleinen Pole-Kisses mit Liebe zu empfangen und mit Stolz zu tragen. (Es gibt allerdings Stimmen, die meinen, dass Blutegel-Gel oder durchbluttungsfördernde Cremes doch dabei helfen können den Fleck schneller loszuwerden, bei den SportlerInnen in unserer Redaktion hat allerdings noch nichts davon geholfen).

Was man sehr wohl tun kann, ist den Schmerz etwas zu lindern und die Ausbreitung verhindern, indem man ihn kühlt. Am besten direkt nach dem Training. Auch Arnika-Salben können den Schmerz reduzieren und abschwellend wirken. Ach ja: Eisbeutel nie direkt auf die Haut, da es sonst zu einem Erfrierungs-Schaden auf der Haut kommen kann.

Sehr empfindliche Menschen bekommen leicht blaue Flecken. Dem kann man entgegenwirken, indem man genug Vitamin C zu sich nimmt. Aber Vorsicht: Kein Aspirin C nehmen! Das hat ja auch Vitamin C und aber Aspirin enthält Acetylsalicylsäure und die wirkt gerinnungshemmend und ist daher schlecht für die Heilung des Hämatoms.

Einen Arzt aufsuchen?

Den Doktor braucht man bei blauen Flecken nur, wenn diese sich auffällig verhalten und zum Beispiel “wandern” oder über Tage hinweg immer größer werden. Sollten die blauen Flecken ohne Grund auftreten, ist das auch ein Fall für den Arzt. Wenn die Schmerzen stärker werden und der Erguss heiß wird, deutet das übrigens darauf hin, dass man sich etwas gerissen haben könnte.

Ansonsten sind blaue Flecken völlig ungefährlich.

In dem Sinne: möge euer Leben farbenfroh sein! Eine kleine Hommage an den blauen Fleck findet man übrigens auch im farbigen Polecious Magazin-Logo.

Polecious Logo (c) Kovacec

Polecious Logo (c) Kovacec

 

Danielle Polanco dipt am Lifeball (c) Thilo Börner
Danielle Polanco dipt am Lifeball (c) Thilo Börner

Training: Vogue it like Beyoncé!

Der Lifeball bringt nicht nur jedes Jahr Promis dazu sich fast nackig zu machen, er holt auch viele talentierte Tänzer nach Wien, die dann eventuell Workshops halten. Dieses Mal brachte er uns Danielle Ninja Polanco, eine aktuelle Choreografin von Beyoncé und eine, die Voguing richtig gut beherrscht. Nach dem ihr Workshop in Wien die gesammelten 41 Teilnehmer komplett umgehauen hat, haben wir entschieden, dass die Pole-Welt sich ebenfalls etwas vom Vogue abschauen kann.

Vo-Was?

Vogue ist ein Tanzstil, der in den 1980ern aufgekommen ist und vor allem von schwarzen Frauen und Schwulen berühmt gemacht wurde. Die Bewegungen sind übertrieben sexy, und gleichzeitig süß und witzig. Beim modernen Vogue Femme werden schnelle Armbewegungen mit grazilen Catwalks, lustigen Duckwalks, Dips und Spins kombiniert.

Danielle Polanco gab in ihrem Workshop eine Einführung in den Tanzstil, wo man unter anderem auch lernen konnte, wie man seine Haare richtig schmeißt. Außerdem zeigte sie eine kreative Art von dem, was Poletänzer Floorwork nennen würden, die wir in weiterer Folge hier erklären werden. Aber zuerst ein Videobeweis, dass die Lady es wirklich draufhat:

Do the Dip!

Wer Knieprobleme hat, sollte diese Übung jetzt bitte nicht machen!
Ein Dip ist eine Art elegant aus dem Stehen zu Boden zu gehen, ohne sich dabei zu verletzen. Das passiert, indem man mit einem Fuß einen Schritt nach vorne geht (das Gewicht bleibt dann auch mehr am vorderen Bein), hierbei dreht man sich um 180 Grad (also in die Richtung aus der man gekommen ist). Dann geht man während der Drehung in die Hocke und setzt sich mit dem Po auf den Boden neben sein angewinkeltes Bein. Was so kompliziert klingt ist eigentlich der einfache Teil: Schritt, umdrehen, hinunter setzen.

Daraufhin greifen beide Hände nach hinten und man legt sich vorsichtig auf den Rücken, während das zweite Bein gestreckt bleiben kann, aber auch angewinkelt oder in die Luft gehoben. Wichtig ist, das Bein schön in Verlängerung des Körpers von sich zu strecken. Und, dass die Hände immer seitlich am Boden sind, sodass der Rücken oder der Kopf nicht ungeschützt aufprallt – sonst kann das ganz schön wehtun. Mit einem leichten Hohlkreuz sieht die Position noch besser aus. So sieht die Endposition aus:

Danielle Polanco Lifeball Dip (c) Thilo Börner

Danielle Polanco überzeugt die Lifeball Jury mit ihrem Dip (c) Thilo Börner

Das kann man dann immer schneller trainieren, sodass man den Prozess ohne Mühe und zur großen Überraschung aller Zuseher durchführen kann. Und wer kann, macht das Ganze etwas erweitert auch im Stehen.

Danielle Polanco Lifeball Pose (c) Thilo Börner

Danielle Polanco Lifeball Pose (c) Thilo Börner

Wer jetzt Interesse bekommen hat, selbst mal zu “voguen”, kann Vogue Kurse auch in Wien besuchen. Die Organisatorinnen des Polanco Workshops bieten das ganze Jahr über auch selbst Kurze zu dem Thema:

SuperSoulMe
Voguing mit Katrin Blantar, immer Montags 19.00 Uhr
im Tanzstudio ArriOla
Schottenfeldgasse 72
1070 Wien
www.supersoulme.at

 

 

 

Yuri Crimson Yoshimura jumps (c) Magdalena Schauer
Yuri Crimson Yoshimura jumps (c) Magdalena Schauer

Our Favorite Dancer: Yuri Crimson Yoshimura

Jede Tanzrichtung kann für Poledancer Inspirationsquelle sein. Deswegen stellen wir euch ab und zu inspirierende Tänzer aus allen Genres vor. Heute ist Yuri Crimson Yoshimura dran.

Die Wienerin mit japanischen Wurzeln studiert Musical in den Sunrise Studios. Ursprünglich kommt sie aus dem Contemporary Dance. Sie genoss eine ausgewogene klassische Tanzausbildung von Ballett, über Jazz und landete auch irgendwann beim Hip-Hop. Neben einem ausgeprägten eigenen Stil in allen Richtungen hat die Kleine auch eine ganz schön starke Sing-Stimme.

Yuri trainiert mehrmals die Woche verschiedene Tanzstile (c) Magdalena Schauer

Yuri trainiert mehrmals die Woche verschiedene Tanzstile (c) Magdalena Schauer

Mona Arbinger MPDA Platz 1 Professional (c) AmazingMoments.at powered by PoleArts.at
Mona Arbinger MPDA Platz 1 Professional (c) AmazingMoments.at powered by PoleArts.at

Gastkommentar: Miss und Mister Poledance Austria

Es ist Montag und der Alltag hat mich wieder. Eine aufregende Woche mit einem noch spannenderen Wochenende liegt hinter mir. Zum ersten Mal hat der Miss und Mister Pole Dance Austria Wettbewerb stattgefunden. Wie es sich für ein solches Event gehört, waren auch viele internationale Polestars in Wien und haben Workshops gegeben.

Das Ergebnis: Mir tut alles weh, ich kann meinen Kopf nicht schmerzfrei drehen, mein linker Ellenbogen sowie meine Schenkelinnenseiten sind aufgeschürft, ich habe einen Muskelkater und mehr blaue Flecken als normalerweise eh schon!

Die meisten Menschen würden das wohl kaum als angenehm empfinden aber ich bin zufrieden. Damit bin ich in der Polecommunity sicher nicht allein. Aber warum tun wir uns das eigentlich an? Und wieso finde ich das positiv?

Die Antwort ist ganz einfach: Weil wir Poledancer daran arbeiten „fucking epic“ zu werden! Daran arbeiten wir hart – wir trainieren, wir dehnen, wir freestylen, gehen an unsere Grenzen und darüber hinaus! Und wie weit man es mit Ausdauer, Hartnäckigkeit und Ehrgeiz bringen kann, konnten wir am 11. Mai in der Wiener Urania bewundern.

Anja Stadler - Platz 2 Women Professional (c) AmazingMoments.at powered by PoleArts.at

Anja Stadler – Platz 2 Women Professional (c) AmazingMoments.at powered by PoleArts.at

Fast 30 Teilnehmer haben sich einer internationalen Jury (Oona Kivelä, Justine McLucas, Olga Strom, Yulia Kolesova) gestellt und haben um die Titel Miss/Mister Pole Dance Austria, in den Bereichen Professional und Amateur gekämpft.

Der österreichische Poledance hat sich in den letzten 3 Jahren enorm weiterentwickelt und Tänzerinnen wie Mona Arbinger (Miss Pole Dance Austria Professional/ Polearts, Wien), Anja Stadler (1st Runner up/ Poledance&Sports, Wels) und Britt Bloem (Drittplatzierte/ Poledance Playground Innsbruck) sind die besten Beispiele dafür. Vorbilder braucht man nun nicht mehr nur im Ausland suchen!

Diese 3 Frauen repräsentieren genau das, was ich unter fucking epic verstehe! Sie haben Kraft, Ausdauer, Flexibilität mit fließender Performance verbunden. Kein Wunder also, dass das Publikum gekreischt hat wie Teenager auf einem Boyband-Konzert. Die Stimmung hat gekocht, während wir Moves wie Titanic, Marion Amber und den sagenhaften Deadlift bewundern durften.

In der Kategorie Mister Pole Dance Austria Professional konnte Markus Schlögl (trainiert bei Polearts, Wien) überzeugen. Sein Stil erinnert sehr an den von Evgeny Greshilov und man spürte, dass er gerne auf der Bühne steht. Lukas Ruzizcka (trainiert bei Poleaffairs, Wien) konnte sich nach nur 2 Monaten (!!!!) Poledance den 2. Platz sichern. Den 3. Platz hat Roman Bruckner (Polearts, Wien), Österreichs erster männlicher Instructor, belegt.

Markus Schlögl - Platz 1 Men Professional (c) AmazingMoments.at powered by PoleArts.at

Markus Schlögl Platz 1 Men Professional mit super gestreckten Zehen (c) AmazingMoments.at powered by PoleArts.at

Bei den Amateuren gingen die Titel an Kathrin Jantschgi (trainiert bei Poleaffairs) und Hannes Schinkowits (ebenfalls Poleaffairs)!

Birgit Ruesch (3. Platz Amateure) hat den Publikumspreis für die „Beste Show“ bekommen. Das Publikum durfte per Kreuzchen auswählen, welche Show ihnen am besten gefallen hatte. Ich fand es zuerst etwas unfair, zwischen allen Teilnehmern (Amateure&Professionals) wählen zu müssen, da ich gedacht hatte, dass die Amateure da untergehen würden. Aber wie sich gezeigt hat muss man kein Professional sein um unterhalten zu können.

Babsi Neundlinger (Instructor bei Poleaffairs) konnte sich den 2. Platz bei den weiblichen Amateuren sichern!

Obwohl es so viele Teilnehmer waren ist die Zeit wie im Flug vergangen. Daran war sicher auch die toll choreografierte Eröffnung von Conny Aitzetmüller (Poleaffairs) und ihren Mädels und Burschen beteiligt, als auch die bodenständige Moderation von den beiden Organisatorinnen Monika Volmer und Birgit Gröll. Den Beiden gehört auch ein Riesenlob und viel Respekt für die wunderbare und sehr gelungen Koordination dieses Mega-Events. Und ihre blauen Minikleidchen waren natürlich auch sehr heiß.

Start Nr. 6 Britt Bloem - Platz 3 Women Professional (c) AmazingMoments.at powered by PoleArts.at

Start Nr. 6 Britt Bloem – Platz 3 Women Professional (c) AmazingMoments.at powered by PoleArts.at

Den krönenden Abschluss, bevor es an die Siegerehrung ging, hat natürlich Oona Kivelä’s umwerfende Performance gemacht! Die Leichtigkeit mit der sich die Polediva um und auf den Stangen bewegt sucht ihresgleichen! Der Abend hat uns somit wieder viel Motivation und Inspiration geboten um weiterzustretchen und, um noch härter zu trainieren!

In diesem Sinne gehe ich mich jetzt „foamrollern“ und werde mir was warmes in den Nacken legen – auf das es bald wieder fröhlich an die Stange gehen kann!

Pole on!

 

Über die Autorin: Katrin Ohneha ist seit 3 Jahren Poledance Instructor in Wien. Sie unterrichtet Poledance, Chairdance, Floorwork und vieles mehr, bei der Pole Academy.

produkte von oben

Beauty: Die Perfekte Pediküre

Endlich ist er da, der Sommer!
Stiefel und dicke Strümpfe sind für die nächsten Monate aus dem Schuhschrank verbannt und unsere Füße sind wieder frei und können atmen.
Ähm, leider wenn man sich die Füße so mancher Dame in der U-Bahn ansieht, würde man ihr am liebsten Socken schenken. Daher hier ein paar Tipps für die Fußpflege zu Hause.

Schritt 1: 10 minütiges Fußbad

Ich liebe mein Fußsprudelbad, ohne dem könnte ich nicht mehr leben. Es ist nicht nur Fußbad, es ist auch ein Mini-Spa für zu Hause. Denn es blubbert und massiert meine Füße zugleich.
Zugegeben, ein einfaches Bassin würde seinen Zweck auch erfüllen, aber wie gesagt, es blubbert so schön. Ein erfrischendes Fußbadesalz macht müde Füße wieder fit (wie z.B. das Citrus Foot Bath Crystals von LCN). Danach sind Horn- und Nagelhaut zur weiteren Bearbeitung bereit.

Schritt 2: Bye, bye Hornhaut

Unsere Füße sind täglich unser ganzes Körpergewicht und Reibungen durchs Gehen ausgesetzt. Insbesondere unsere Fußsohle, welches zu Hornhaut führt. Daher werden Fußballen, Ferse und Zehen vorsichtig mit einem Bimsstein bearbeitet.
Dabei immer wieder nachfühlen, damit man nicht zu viel Haut entfernt. Mittlerweile gibt es auch in der Fußpflege 2-in-1 Produkte, wie z.B. Peppermint Smoothing Pumice Foot Scrub mit  vulkanisches Granulat von Body Shop. Das Granulat entfernt sanft die Hornhaut, während das Peeling die Durchblutung anregt und lästige Hautschüppchen beseitigt.

Schritt 3: Eincremen

Die Haut unserer Füße ist sehr empfindlich. Damit sie nicht zu trocken wird und Risse bekommt, sollte man sie täglich mit einer Fußcreme verwöhnen. Für den ultimativen Frischekick greift man am Besten zu Cremes mit belebender Minze. Denn Minze beinhaltet das ätherische Öl Menthol, welches auf den Kälte-Rezeptoren unserer Haut ein kühlendes Gefühl auslöst.

Schritt 4: Schneiden, feilen und lackieren

Kürzen ist nicht gleich kürzen.
Wer kennt das nicht. Einmal die Zehennägel zu kurz geschnitten und der Schmerz ist da. Die häufigsten Gründe dafür sind, zu enges Schuhwerk und falsches Schneiden.
Bei falschem Schneiden, schiebt sich der Nagelrand in das Nagelbett, welches zum schmerzhaften Eingewachsenen Nagel (Unguis incarnatus) führt.

…und so wirds richtig gemacht!
Die Zehennägel nie zu kurz und immer gerade schneiden, die Ecken leicht mit einer Feile abrunden. Zu guter Letzt wird die Nagelhaut vorsichtig mit einem Rosenholzstäbchen zurückgeschoben. Ganz einfach!

feilen

Jetzt zur Qual der Wahl, denn wenn es nach mir ginge, würde ich jeden Tag, meine Zehen in einer anderen Farbe lackieren.

….hm, warum eigentlich nicht!

Tipp: Damit der Nagellack länger hält und sich gleichmäßiger auftragen lässt, einen Unterlack verwenden. Das schützt auch die Nägel vor dem unschönen Verfärben, was man ja all zugut kennt, wenn man zur Farbe Rot greift. Mela

Cross-Knee Release (c) Vanessa Hartmann
Cross-Knee Release (c) Vanessa Hartmann

Our Favorite Move: Cross-Knee Release

Der Cross-Knee Release ist einer der beliebtesten Tricks im Poledance. Das liegt wohl daran, dass er so einfach zu tanzen ist, nicht allzu starke Schmerzen verursacht, relativ ungefährlich ist, und trotzdem beeindruckend aussieht. Für diese positiven Eigenschaften sollten wir ihn heute würdigen, und unsere Stange vielleicht einmal mit diesem Move beehren.

Für alle die nicht mehr wirklich wissen, wie man diesen Trick ausführt, haben wir uns von unserer Expertin Lisa erklären lassen, wie er geht. Ach ja übrigens, Lisa ist Physikerin.

Also, du hast die Gravitationskraft, die nach unten wirkt mit deiner F_{m}=Masse*g g=9.81 m*(s^(-2)). Mit deinen Beinen musst du eine Reibungskraft (=F_{R}) auf die Stange ausüben, die der Gravitationskraft entgegenwirkt. D.h. die Kraft der Gravitation und die der Reibung müssen gemeinsam null ergeben –> |F(r)|=F|(g)|. Die ist der Fall, wenn du dich an der Stange nicht mehr bewegst. Wenn du hinunter rutscht, dann ist die Gravitationskraft stärker. Dies passiert, wenn du entweder deine Beine lockerst oder du zum Schwitzen beginnst, was den Reibungskoeffizienten zwischen deinen Beinen und deiner Stange verringert. Die Oberflächenbeschaffenheit deiner Beine und Stange verändern den Reibungskoeffizient und dieser beeinflusst die Reibungskraft.

Zum Thema Schmerz: Deine Haut reibt auf der Stange. Hierbei kommt es auch zu einer elastischen Verformung der Oberschenkel als auch eine Umwandlung in Wärme, deshalb musst du eigentlich mehr Kraft mit deinen Beinen aufbringen, als die deiner Masse. Alles klar?

Anastasia macht den "Anastasia"
Anastasia macht den "Anastasia"

Alle machen den “Anastasia”

Pole-Legende Anastasia Skukhtorova präsentierte ihren neuen Signature Trick, den sie auch einfach man nach sich benannte. In den Anastasia kommt man am ehesten noch aus dem Superman hinein. Man sollte aber mit mittelstarken Schmerzen rechnen und die Dehnung im Rücken nicht unterschätzen.

Den Anastasia zu üben zahlt sich aus, denn die Pole-Königin sammelt im Moment noch Fotos ihrer Facebook-Fans, die diesen Trick ausführen, und postet diese dann in ihrem Fotoalbum.

Foto: Bigsmile Stunde (c) Kovacec.
Die Tänzer vom Bigsmile Club arbeiten an ihrem Pick Up.
Foto: Bigsmile Stunde (c) Kovacec. Die Tänzer vom Bigsmile Club arbeiten an ihrem Pick Up.

Training: Die kleine Pick-Up-Fibel

Dein Körper ist durchtrainiert wie der von Hulk, oder du legst eine elfengleiche Eleganz an den Tag, deine Freude beim Tanzen haut die Leute vom Hocker, aber du kannst das alles nicht zeigen, da du dir diese besch****** Schrittfolgen nicht merken kannst? Ich war die vergesslichste und schusseligste Tanzschülerin, die es auf der Welt gibt und auch ich habe es schlussendlich gelernt, hier meine Erfahrungen:

1. Nicht ausrasten! 

Auch wenn es in dem Moment noch  so nervig ist, dass die Choreo einfach nicht bei dir hängen bleibt, ist das Wichtigste, dass du ruhig bleibst. Das Prinzip ist nämlich ganz einfach: Die Tanzschritte gehen über deinen Körper in einen temporären Zwischenspeicher deines Gehirns, dort sollen sie aber nicht lange bleiben. Denn schlussendlich sollen die Schritte in dein muskuläres Gedächtnis übergehen und dein Körper die Choreo sozusagen von selbst tanzen, ohne dass du dabei viel nachdenken musst. Wenn du dich darüber ärgerst, dass du die letzten Schritte schon wieder vergessen hast, ist dein Kopf aber erst recht mit denken beschäftigt, nämlich an das, was du nicht kannst. Somit kann er seine Funktion als Zwischenspeicher nicht erfüllen. Boom, du landest bei einem Blackout. Geh also mit einer komplett offenen Geisteshaltung in den Unterricht, habe keine Erwartungen an dich und die Stunde, hab Spaß und sei aufmerksam. Markier am besten die ersten paar Male die Schritte nur, (sprich tanz die Bewegungen nur klein) und konzentrier dich auf den Ablauf.

Übrigens: Solltest du dich tatsächlich mal in ein Blackout manövrieren, dann nimm es als etwas Gutes, geh an den Start zurück, wisch alles weg und fang von vorne an. Danach bleibt es dann noch besser hängen. Ich habe mich immer über Blackouts gefreut, die kommen meistens nämlich nur einmal. Und ich war immer froh, wenn es noch vor und nicht während einer Aufführung war!

2. Nicht abschauen!

Gewöhn dich erst gar nicht daran von anderen abzuschauen, diese Angewohnheit wird man nur schwer wieder los, und sie kann einen in ziemlich verzwickte Situationen bringen. Versuche dich unabhängig vom Lehrer, anderen Tänzern und dem Spiegel zu machen. Übe die Schrittfolge für dich allein, geh sie im Kopf durch, wiederhole sie oft langsam, bis dein Körper sie verinnerlicht hat und du fähig bist sie auch über der normalen Tanzgeschwindigkeit zu performen. Mit der Zeit wird das immer schneller gehen und du musst auch nicht mehr jede freie Minute deine Choreografie im Kopf haben.

Mein liebster Hip-Hop-Tanzlehrer hat immer unglaublich schnelle Choreografien auf Lager, die uns Schüler in den Wahnsinn treiben. Er ist überzeugt “kannst du es langsam, dann kannst du es auch schnell. Dein Kopf ist das Einzige was dir sagt, dass du es nicht kannst. Also schalt den Kopf aus und du kannst alles tanzen.” Wichtig ist also auch, dass du an dich glaubst.

3. Pausen machen!

Auch das Pick-Up ist eine Sache, die sich in unseren Gehirnen erst setzen muss, und oft kommt es bei so vielen neuen Informationen nicht schnell genug nach. Daher kann es schon mal passieren, dass nach einer längeren Tanzpause das Pick-Up um einiges besser geworden ist, ohne dass man dafür etwas getan hat.

4. Deinen Lern-Zugang finden

Hast du schon mal etwas von verschiedenen Lerntypen gehört? Jeder Mensch lernt Dinge anders am besten. Manche brauchen sie mit einer Geschichte oder einem Bild hinterlegt, manchen hilft es mehr wenn sie genau erklärt bekommen was sie tun müssen, andere müssen die Schritte mit Gefühlen belegen. Und wieder andere hören auf den Liedertext oder zählen Takte, und zerpflücken die Musik gedanklich.

5. Neuer Tanzstil, neues Glück

Ein schnelleres Pick Up hat auch viel mit Routine beim Tanzen zu tun. Denn wenn du die meisten Schritte in der Choreo schon aus dem Tanzunterricht kennst, muss dein Kopf sie nur noch in Reihenfolge bringen. So kann es aber leider passieren, dass mit deinem Pick Up an neue Grenzen stößt, wenn du dich entscheidest einen neuen Tanzstil zu beginnen, obwohl du doch eigentlich schon ganz gut warst.

Choreografien lernen ist, wie alles andere beim Tanzen auch, einfach Übungssache. Unsere grauen Zellen müssen genauso trainiert werden wie unsere Muskeln. Manchen Tänzern fällt das leichter als anderen, aber schlussendlich schafft es jeder.

Wenn du merkst, dass deine Konzentration komplett auf dem Tiefpunkt ist, versuche es mit einem Rosmarin-Öl-Spray. Eine Studie der University of Northumbria at Newcastle in Großbritannien hat ergeben, dass die ätherischen Öle des Rosmarins, und vor allem das darin enthaltene Eukalyptol, beim Atmen durch die Schleimhäute aufgenommen wird, und dabei hilft, die Erinnerungsfähigkeit zu verbessern.

Foto: Clivia (c) Karla / Bootcamp Fitness
Foto: Clivia (c) Karla / Bootcamp Fitness

Lifestyle: Diss the Gym!

Wie ich es jahrelang geschafft habe, mich Tag für Tag in dieselbe, stickige Räumlichkeit zu schleppen um dort die knifflige Entscheidung zwischen  monoton auf der Stelle laufen, treten oder doch lieber radeln zu treffen, ist mir im Nachhinein ein Rätsel.

Fakt ist: Seit geraumer Zeit – so geraum, dass die Jeans schon zu zwicken beginnen – kann mich nicht die beste iPod-Playlist zum Gang ins Fitnessstudio bewegen.
Alternativen müssen her, denn die steigenden Temperaturen lassen ahnen, dass es der Sommer doch auch noch nach Österreich schaffen wird. Inklusive kurzer Röcke, ärmelloser Shirts und Freibadbesuche.
Glücklicherweise mangelt es nicht an spannenden Angeboten, dem Studio den Rücken zuzukehren. Meist reicht ein Anruf oder das Ausfüllen eines Anmeldeformulares und bald ist mein Terminkalender gefüllt mit Schnupperstunden für vielsprechende Möglichkeiten, auch abseits vom Gym sommerfit zu werden. Let’s go!

Zumba

Ich bin skeptisch gegenüber Hypes. Aus diesem Grund habe ich mich geweigert, die Starwars Filme anzusehen und deshalb hat sich auch durch sämtliche „Ab geht’s zur Zumba Stunde!“-Postings auf Facebook sofort alles in mir gegen diese Sportvariation gesträubt.

Die Kombination aus lateinamerikanischen Tanzelementen und schweißtreibenden Aerobic-Work-out hatte ich zudem mehr mit unsportlichen Hausmamis als theoretischen, wenn man nur nicht so faul wäre, Top-Athletinnen wie mir in Verbindung gebracht. Hat mich die gratis Schnupperstunde eines Besseren belehrt? Jein. Tatsächlich komme ich ordentlich ins Schwitzen (was aber vielleicht auch an dem brechend vollen Raum liegen mag) und verbrenne bestimmt die ein oder andere Kalorie. Spaß macht das Hin- und Hergehopse auch, und so sind zumindest 2 wichtige Punkte meiner Checkliste erfüllt. Meine Muskeln werden allerdings höchstens marginal trainiert – zum besten Körper meines Lebens wird mir das Zumbatanzen wohl eher nicht verhelfen.

Fazit: Leichtes Kardiotraining mit hohem Spaßfaktor, nichts für Fitnessfreaks und allen, die an Muskelaufbau interessiert sind. Gut für Sportanfänger geeignet.

Crossfit

„Ich hatte eine Woche lang Muskelkater.““Da kommst du auf allen Vieren herausgekrochen.“ Durch meine Überqualifikation beim Zumba ermutigt, spornen mich derartige Berichterstattungen über mein nächstes Sportexperiment, Crossfit, eher an, anstatt mich abzuschrecken. Laut Homepage bietet Crossfit durch funktionale, also weitgehend natürliche Alltagsbewegungen, in vielfacher und hochintensiver Ausführung, eine „unglaublich effiziente und effektive Art, in die Form deines Lebens zu kommen“. Bingo!

Empfangen werde ich in der Crossfit-Location äußerst überschwänglich von einem hochmotivierten Trainer, der mich, je länger er uns Einsteigern viel zu ausführlich von Burpies, Squads und Co. berichtet, immer mehr an einen jungen Detlef D erinnert. Nach 30 Minuten Schnupperstunde habe ich das Gefühl, ich könnte nun ohne Mühe ein Einführungsseminar zum Sportstudium bestehen. Meine Muskulatur habe ich allerdings höchstens beim Gähnen trainiert.

Endlich, nach ca 40 Minuten theoretischer Einführung, werden wir nun aufgefordert, einen 7-minütigen Fit-Test, bei dem abwechselnd und ohne Pause zwischen 2 verschiedenen, äußerst anspruchsvollen Basisübungen gewechselt wird, zu absolvieren. Zugegeben, mein Puls rast schon nach einer Minute und ich kann mir gut vorstellen, wie hocheffektiv dies sein könnte, würde man es eine Stunde lang durchziehen. Aber tja, Theorie kann mit Praxis nun mal nicht mithalten und so gehe ich aus der Crossfit-Schnupperstunde mit dem frustrierten Gefühl, mein sportliches Pensum ganz und gar nicht ausgefüllt zu haben, hinaus.

Fazit: Talk is cheap! Crossfit bietet ein effizientes Ganzkörpertraining an, das schnelle Ergebnisse erzielt. Theoretisch. Wer’s wirklich wissen will, muss gleich die Monatsbindung in Anspruch nehmen. Schade.

Bootcamp-Fitness

Dieser Trend kommt, nona, aus den USA und soll, wie der Name schon annehmen lässt, auf militärischen Level ablaufen. Trainerin Karla ist zwar tatsächlich Amerikanerin, scheint mir allerdings ganz nett zu sein und wenn sie auch ihre Aufgabe, jeden einzelnen Teilnehmer an sein Limit zu pushen, sehr ernst nimmt, schafft sie dies auch ohne Brüllen und Demütigung ihrer Schützlinge. Ähnlich wie beim Crossfit hält sich das Bootcamp- oder auch Militaryfitness an funktionale Basisübungen, die die Hauptmuskelgruppen beanspruchen: zwischen den kurzen Laufstrecken wird geplankt (in der Liegestützposition ausharren), gesquattet (Kniebeugen) und gecruncht (Sit-ups) ohne Ende. Umständliches Zusatzequipment ist hier überflüssig, alles, was praktiziert wird, könnte man theoretisch auch alleine zu Hause oder bei der Laufrunde im Park einbauen. Wesentlich ist hier jedoch die Gruppendynamik, die einen selbst bei beißenden Schmerzen zum Weitermachen animiert.

Fazit: Bootcamp-Fitness hält, was es verspricht: nach einer vollen Stunde Training verlässt man den Wiener Heldenplatz fix und fertig, schweißgebadet aber in der zufriedenen Gewissheit, seinen Körper wirklich gefordert zu haben. Kleines Minus: die Schnupperstunde ist nicht gratis, erstmalige Tester zahlen 7 Euro.

Über die Autorin: Clivia Treidl ist Publizistik Studentin und Model. Sie posierte als Playmate November 2012 für das renommierte Männermagazin Playboy.